Programm: Johann Sebastian Bach: Cembalokonzert d-Moll BWV 1052 Konzert für Oboe d'amore A-Dur BWV 1055 Violinkonzert a-Moll BWV 1041 Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067 Ein Café als Namensgeber für ein französisches Barockensemble? Oh ja, denn Gottfried Zimmermanns Kaffeehaus in der Leipziger Katharinenstraße war nicht irgendein Café, sondern eben jenes, in dem im 17. Jahrhundert das Universitätsorchester wöchentlich Kantaten und Instrumentalwerke zur Aufführung brachte - unter der Leitung von Thomaskantor Johann Sebastian Bach höchstpersönlich! Den fortschrittlichen Geist der Konzertreihe hat sich das ambitionierte Ensemble zum Vorbild genommen und mischt nun bereits seit 1999 die Welt der historisch-informierten Aufführungspraxis auf. »Im Café Zimmermann sprudeln die Töne«, titelte die ZEIT angesichts ihres sechsteiligen CD-Zyklus mit Bachkompositionen - kein vertrockneter, wissenschaftlicher Ansatz, sondern frisches Spiel, individuelle Interpretation und ein perfekt dem Ausdruck angepasster Klang, mal rau und knatternd, mal sanft und säuselnd. Das hätte auch dem Thomaskantor gefallen!
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